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Die Preisträger 2015


1. Platz Kategorie Privatkunden

Ingmar Jochem mit Annuka und Lahja, Bonn-Plittersdorf

 

Projekt: "Klein, aber fein"

 

  • Altbausanierung eines Reihenendhauses aus dem Jahr 1955
  • Flachdachdämmung nach KfW-Standard
  • Teilweise Innen- und Außendämmung mit ökologischen Baustoffen
  • Einbau und Nutzung energiesparender Geräte und Beleuchtung
  • Puffer-Schichtspeicher mit integriertem Gas-Brennwertkessel und Warmwasserinstallation
  • Einsatz erneuerbarer Energien (Solarthermie und wassergeführter Kaminofen)

 

Das sagen die Preisträger:

„Bei unserer Haussanierung stand der ökologische Aspekt von Anfang an im Vordergrund. Mit hoher Eigenleistung und Liebe zum Detail haben wir unser Projekt vorangebracht. Wir haben versucht, unser Haus zukunftsfähig zu sanieren und in langen Zeiträumen zu denken. Einige Dinge sind noch nicht umgesetzt, aber von Anfang an mitgedacht, zum Beispiel ein eigener Wasserkreislauf für die Regenwassernutzung oder eine Photovoltaikanlage. Das war uns wichtiger, als in eine neue Küche oder eine „Badelandschaft“ zu investieren. Beim Austausch des Heizkessels, der sowieso anstand, haben wir uns für ein zukunftsfähiges Gerät entschieden, das viele Optionen offenhält: Gas, Öl, Solarwärme, Pelletsheizung, Kaminofen oder Stückholzofen. Das ist ebenso einfach wie genial!“


2. Platz Kategorie Privatkunden

Miriam Miranda und Oliver Schürzmann mit Paula, Clara und Maria, Bonn-Vilich

 

Projekt: „Umbau und Kernsanierung eines Altbaus“

 

  • Komplettsanierung eines Siedlungshauses aus dem Jahr 1934 zum KfW70-Haus
  • Passivhausfenster für solare Wärmegewinne
  • Architektonisch klar abgegrenzter Anbau
  • Reduzierung des Primärenergiebedarfs um rund 75 Prozent
  • Sanierung der Haustechnik inklusive der Wasserver- und Entsorgung Solarthermie und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

 

Das sagen die Preisträger:

„Der Preis ist eine schöne Anerkennung für unsere Bemühungen und Maßnahmen. Wir haben ein bisschen mehr gemacht als nötig gewesen wäre, weil wir unserer ökologischen Verantwortung gerecht werden und gleichzeitig Energie sparen wollten. Bei unserem Haus aus dem Jahr 1934 ist besonders auffallend, dass sich der Energieverbrauch durch die Modernisierung um mehr als 50 Prozent verringert hat. Wir haben das Haus kernsaniert und um einen Anbau ergänzt. Das geht nur mit einem schlüssigen Gesamtkonzept, das energetische und architektonische Anforderungen beinhaltet. Wenn man über Umweltschutz und Energieeffizienz spricht, dann sollte man auch regional denken: Zum Beispiel haben wir mit den Baumaßnahmen Handwerker aus der Region beauftragt, um Fahrtwege zu minimieren und um die Kommunikation zu vereinfachen.“


3. Platz Kategorie Privatkunden

Andrea und Tobias Hillebrand mit Ida und Klara, Bonn-Nordstadt

 

Projekt: "Am Gerhardsplatz"

 

  • Energetische Sanierung eines Hauses aus dem Jahr 1929 zum KfW70-Haus
  • Erneuerung der Fenster und Türen
  • Solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung
  • Wärmedämmung der Wände
  • Einbau einer Erdwärmepumpe verbunden mit einer Fußbodenheizung
  • Einbau neuer Böden, Bäder und Elektrik

 

Das sagen die Preisträger: 

„Wir haben unser Haus praktisch bis auf die Grundmauern zurückgebaut. So war es möglich, eine innovative Heizungsform wie die Erdwärmepumpe verbunden mit einer Fußbodenheizung zu installieren. Das ist für eine Bestandsimmobilie nicht üblich. Darüber hinaus haben wir umfassende energetische Maßnahmen durchgeführt. Unserem Umbau lag ein Gesamtkonzept zur energetischen Sanierung zugrunde: neue Fenster, Wärmedämmung, Fußbodenheizung, Wärmepumpe, Solarthermie zur Warmwassergewinnung. So haben wir es tatsächlich geschafft, mit diesem Haus aus dem Baujahr 1929, den Status KfW70 zu erzielen. Andere Bauherren, die ebenfalls Bestandsimmobilien erworben haben, sind möglicherweise motiviert, ebenfalls energetisch zu sanieren, auch wenn es zunächst mit mehr Aufwand verbunden ist.“


3. Platz Kategorie Privatkunden

Sarah und Matthias Matern mit Greta und Theo, Bonn-Oberkassel

 

Projekt: „Vom Siedlungshaus zum Effizienzhaus“

  • Kernsanierung eines Siedlungshauses aus dem Jahr 1950 zum KfW-Effizienzhaus
  • Dreifach-Verglasung der Fenster
  • Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
  • Dämmung der Fassade
  • Solarthermieanlage samt Kombispeicher
  • Anbau in Holzständerbauweise mit Brettschalung

 

Das sagen die Preisträger:

„In Bonn sind Baugrundstücke knapp. Der Ansatz, eine Bestandsimmobilie mit Potenzial zu erwerben und diese den eigenen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend anzupassen, liegt daher nahe. Wenn ohnehin größere Änderungen am Gebäude durchgeführt werden, bietet es sich unserer Meinung nach an, dabei auch auf Energieeffizienz zu achten. Wir haben von Anfang an darauf hingearbeitet, das Haus so umzubauen, dass es energetisch und technisch auf dem Niveau eines aktuellen Neubaus liegt und dieses Ziel dann auch erreicht. Wir haben nicht nur das Haus energetisch saniert, sondern mit der Anschaffung eines E-Bikes auch unseren Treibstoffverbrauch reduziert haben. Der Anforderung, unsere Erfahrungen mit anderen zu teilen, sind wir unter anderem durch die Teilnahme am „Tag der Architektur 2015“ gerecht geworden.“


Sieger Kategorie Geschäftskunden

DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V., Vorstände Alexandra Ernst und Gerald Linke, Bonn-Hardtberg

 

Projekt: „Innovative Heizungs- und Klimatechnik“

  • Erneuerung der alten Heizungsanlagen und Verbindung bestehender Versorgungen
  • Einsatz von BHKW mit Spitzenlastkessel
  • Absorptionskältemaschine angetrieben durch Wärme des BHKW
  • Bau einer eigenen Energiezentrale
  • Erdwärmenutzung über Sonden und Wärmepumpe

 

Das sagen die Preisträger:

„Die Kopplung eines BHKW mit Erdsonden/Wärmepumpen, Brennwertkesseln, Absorptionskältemaschine und konventioneller Kühltechnik wurde in der Vergangenheit für ein Gewerbeobjekt in Deutschland unseres Erachtens noch nicht realisiert. Dem Projekt voran gingen ausführliche Planungen und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung nach VDI 2067 – ebenso sollen die geplanten Einsparungen durch ein externes
Monitoring und die Einführung eines Energie-Management-Systems nach DIN 50001 kontrolliert werden. Der Einsatz eines BHKW zur Deckung des Wärme- und Strombedarfs ist heute Stand der Technik. Leicht nachzuahmen dürfte hier die Kopplung des BHKW mit einer Wärmepumpe und Erdbohrungen sein. Für gewerbliche Kunden könnte auch die Kältegewinnung aus der Abwärme des BHKW mittels einer Absorptionskältemaschine interessant sein oder die Nutzung der Abwärme eines Produktionsbetriebes.“