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Die Preisträger 2010

1. Platz, Gewerbe:

Michael Boldt, Kessenich 
Projekt: Baulückenschließung im Kessenicher Ortskern

Errichtung eines Passivhauses
Dämmung der Außenhülle
Kontrollierte Be- und Entlüftungsanlagen
Hocheffiziente Wärmetauscher
Dämmung aller Nutzungseinheiten
Dreischeibenglas in allen Fenstern
Gewerbe- und Wohneinheiten zusammen unter einem Dach

 

Das sagt Preisträger Michael Boldt: Wir wollten zeigen, dass Passivhäuser nicht nur als  Einfamilienhäuser denkbar sind, sondern auch als Mehrfamilienhaus sowie in Mischnutzungen, hier unter anderem mit einer schönen Zahnarztpraxis. Wir haben bewiesen, dass das auch in einer Baulücke geht - mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten. Weiterhin ist es ein erheblich wertsteigernder Faktor, wenn dieses Gebäude auch in 10 oder 20 Jahren noch Stand der Technik sein könnte und einen sehr geringen Heizenergiestandard aufweist, da ein starker Anstieg der Energiekosten unausweichlich und absehbar ist.


2. Platz Gewerbe:

John Füllenbach, Küdinghoven
Projekt: Energieeffizienz in der Gastronomie

Austausch von zwei Gasheizkessel durch ein Blockheizkraftwerk mit 12 Kilowatt thermischer sowie 4,7 Kilowatt elektrischer Leistung
Abwärme wird zur Warmwasserbereitung verwendet
Mitwirkung bei Sustainable Bonn

Das sagt Preisträger John Füllenbach: Ich freue mich, diesen Preis stellvertretend für alle, die sich ebenfalls in ihrem Bereich für Umwelt-Projekte stark machen entgegen zunehmen. Mit diesen und weiteren Energie-Einsparprojekte in unserem Haus möchten wir nachhaltig unseren uns selbst gesteckten ökologischen und ökonomischen Zielen näher kommen.


1. Platz, Privat:

Familie Daamen, Bad Godesberg
Projekt: Global denken lokal handeln

Vollständige Modernisierung eines 50er-Jahre Siedlungshauses (Baujahr 1958) in ein modernes Effizienzhaus
Einbau Holzpelletskessel
Solarthermieanlage (im Bau) mit 800 Liter Schichtspeicher
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
Wärmedämmung: hinterlüftete Fassade mit 20 cm Glaswolle und Sufaritplatte

Das sagt Preisträger Jürgen Daamen: Das Haus haben wir trotz Umbau unseren Erfordernissen und unserem Stil angepasst. Der Dachstuhl, die Außenwände, die Decken sind alle erhalten geblieben. Einige Innenwände sind hingegen entfallen und eine Reihe zusätzlicher Fenster wurden eingebaut. Dadurch gewinnt das Haus deutlich an Großzügigkeit und erheblich an Licht. Durch den Erhalt des Hauses sparen wir tonnenweise Steine, Beton, Holz, diverse Metalle, Wasser und sonstige Baustoffe einschließlich des Energieaufwands zur Herstellung, Lagerung, zum Transport und Einbau der Baumaterialien.


2. Platz, Privat:

Familie Krenz, Dottendorf
Projekt: Rundum ökologisch rundum glücklich

Errichtung eines Passivhauses in Holzständer-Bauweise
Holzkamin mit Warmwasserbereitung
Wintergarten als Anbau (keine Heizung)
Selbsterrichtete Solarthermische Anlage und PV-Anlage
Heiz- und Lüftungssystem aus Lüftungsanlage mit (Erd-)Wärmeaustauscher
Regenwassernutzungsanlage
Bezug von Naturstrom und Nutzung eines Erdgasautos

Das sagen Dagmar und Andreas Krenz: Ein gemütliches Haus zum Wohnen mit möglichst geringer Belastung der Umwelt - das ist uns wichtig. Das ist uns ja auch gelungen. Zählt man die Stromgewinnung aus unserer Photovoltaikanlage hinzu, so wird in unserem Haus mehr Energie erzeugt, als verbraucht. Auch bei der Auswahl der Rohstoffe, aus denen unser Haus besteht, haben wir auf Ressourcenschutz und Umweltfreundlichkeit geachtet. Darum ist das Haus aus Holz, einem nachwachsenden Rohstoff, der gleichzeitig noch CO2 bindet. Das wunderbare Raumklima unseres Holzhauses möchten wir nicht mehr missen.


3. Platz, Privat:

Dr. Hiltrud Kastenholz, Herbert Küster, Duisdorf
Projekt: Energetische Sanierung eines Einfamilienhauses

Vollständige Dämmung der Außenhülle
Fenstererneuerung
Erneuerung der Anlagentechnik (Pelletsheizung mit Solarunterstützung)
Solare Warmwasserbereitung
Senkung des Primärenergiebedarfs um 93 Prozent

Das sagen die Preisträger:
Unser Ziel war es, soweit wie möglich unabhängig von fossilen Brennstoffen werden. Die Entwicklung der Gas- und Ölpreise bereitet uns jetzt keine Sorgen mehr. Auch unser ökologisches Gewissen hat das Projekt in dieser Form mit bedingt. Die fossilen Ressourcen stehen uns allen ja schließlich nur zeitlich begrenzt zur Verfügung.


3. Platz, Privat:

Dr. Christina Gerlach-Schweitzer und Dr. Georg Schweitzer, Lengsdorf
Projekt: Energiesparende Sanierung eines Bungalows

Umbau eines freistehenden Winkelbungalows von 1964
Hochqualitative Dämmung der Fenster, Türen und des Dachbodens
Photovoltaikanlage und Wintergarten in Planung

Dr. Christina Gerlach-Schweitzer und Dr. Georg Schweitzer
: Wir haben im Keller eine Luft-Wärmepumpe, einen Holzofen im Wohnzimmer und eine 18 Zentimeter dicke Außendämmung und wir reden offen über schlechte Erfahrungen die wir gemacht haben, denn das vermeidet  Ressourcenverschwendung bei anderen Bauherren. Damit hat unser Projekt Vorbildfunktion. Wir hoffen aber, dass es nicht bloß ein Vorbild ist, sondern dass uns möglichst viele Energiesparfreunde übertreffen werden.